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Werkstatt und Herstellung




Schon während meines Studiums begann ich nach einer Drechslerlehre historische Flöteninstrumente nachzubauen. Viele Forschungen und Praktika sowie zahlreiche Vermessungen von historischen Traversflöten gaben mir wichtige Einblicke in den historischen Flötenbau und ergänzten sowohl meine im Studium und in der Praxis erworbenen Kenntnisse der musikalischen Stile, als auch der historischen Spielweisen.
Musikinstrumente waren immer "Verlängerungen" des Spielers. Daher kann man von gut gebauten Originalinstrumenten vielfach auf die jeweilige Spielpraxis schliessen.

Seit 1998 besteht das neue Atelier. Auf ca. 60 qm Werkstattfläche entstehen die Instrumente in reiner Handarbeit. Kopiergeräte, Schlitten o.ä. werden nicht verwendet, um das Holz nicht zu komprimieren, was klangliche Konsequenzen hätte. Die Hölzer werden sorgfältig getrocknet und gelagert, um danach in langsamen Schritten in ursprünglicher Drechslertradition zum fertigen Instrument zu werden.
Intensive Behandlungen mit speziellen Ölmischungen, die auch einen Einfluss auf den Ton der Instrumente haben, schützen das Holz und runden den jeweiligen Klangcharakter der Flöte ab.


Alle Buchsbauminstrumente werden auch aus speziell gealtertem Holz gebaut.
Die Technik dieser künstlichen Alterung stammt aus einem Traktat über die Holzbearbeitung im Blasinstrumentenbau aus dem späten 18. Jahrhundert.
Klanglich hat diese Behandlung erstaunliche Folgen. Der Ton ist wärmer, plastischer und erheblich dynamischer. Die Ansprache ist genauer und sprechender , ohne aber je scharf zu werden.

Bildergalerie

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